Entscheidungen im Vorfeld


Allgemeine Briefwahl oder Urnenwahl

Bei der Pfarreiratswahl besteht für Pfarreien im Bistum Münster die Möglichkeit, die Wahl als Allgemeine Briefwahl oder als Urnenwahl (Präsenzwahl) durchzuführen. Allgemeine Briefwahl Verfahren bedeutet, dass jedem wahlberechtigten Mitglied einer Pfarrei die Wahlunterlagen zugestellt werden. Die Stimmabgabe kann neben der Zustellung per Post oder der persönlichen Abgabe beim Wahlvorstand auch am Wahltag im Wahllokal erfolgen. Erfahrungen zeigen, dass die Wahlbeteiligung bei einer allgemeinen Briefwahl deutlich zunimmt. Gleichzeitig entstehen mit diesem Verfahren höhere Kosten, die sich das Bistum und die Pfarreien teilen. Wenn Sie die Allgemeine Briefwahl nutzen, übernimmt das Bistum die Kosten für die Wahlunterlagen und für den Rücklauf der Wahlunterlagen vom Wähler (Porto zahlt Empfänger). Die Zustellung zum Wähler übernimmt die Pfarrei. Dies kann auf folgenden Wegen geschehen: die Briefwahlunterlagen werden von der Pfarrei ausgetragen (Ehrenamtliche/Boten und Portofrei) oder verschickt (Porto) oder die Verschickung wird direkt vom Dienstleister (in Münster) aus an die Wählenden gesendet. 

Die Zustellung der Wahlunterlagen wird durch „Brief und mehr“ erfolgen. Die Kosten betragen je Wahlberechtigtem bei der Pfarreiratswahl ca. 0,99 EUR (inkl. USt.). Die Kosten könnten ggf. noch niedriger ausfallen.

Jede Pfarrei entscheidet, ob sie wie bisher per Urnenwahl wählt oder ob sie eine allgemeine Briefwahl durchführen will.

Der Pfarreirat entscheidet frühestmöglich welches Wahlverfahren er anbietet und teilt das dem Bistum mit (siehe Terminplan).


Wahlverfahren - Einheitliche Wahl oder Wahlen in Wahlbezirken

Wird einheitlich für die gesamte Pfarrei gewählt, so wird eine einheitliche Kandidatenliste aufgestellt.

Die Wahl in Wahlbezirken kann in paritätischem, proportionalem oder modifiziert proportionalem Wahlverfahren durchgeführt werden.

  • Im Fall der paritätischen Wahl wird aus jedem Wahlbezirk die gleiche Zahl zu wählender Mitglieder gewählt.
  • Im Fall der proportionalen Wahl nach Wahlbezirken wird die Zahl der zu wählenden Mitglieder nach der Zahl der in dem jeweiligen Wahlbezirk ansässigen Gemeindemitglieder auf die jeweiligen Wahlbezirke aufgeteilt.
  • Im Fall der modifiziert proportionalen Wahl wird die Zahl der zu wählenden Mitglieder nicht strikt nach der Zahl der in dem jeweiligen Wahlbezirk ansässigen Gemeindemitglieder ermittelt, sondern nach einem vom Pfarreirat festgelegten Proporzschlüssel unter Berücksichtigung ortspezifischer Kriterien.

Diejenigen Pfarreien, die sich für eine Wahl in Wahlbezirken entscheiden, erhalten - sofern diese Bezirke nicht bereits im Meldewesen eingerichtet sind - durch die Fachstelle Meldewesen im Generalvikariat eine Straßenliste, aus der die Zuordnungen zur Pfarrei ersichtlich sind.

Der aktuelle Pfarreirat beschließt das entsprechende Wahlverfahren und teilt sowohl das Verfahren als auch die Anzahl der zu wählenden Mitglieder des zukünftigen Pfarreirates dem Bistum mit.

Bei Fragen rund um die Wahl, bei kreativen Gestaltungsmöglichkeiten der Wahlordnung oder bei der Frage nach Ausnahmen von der Wahlordnung sprechen Sie bitte im Vorfeld der Wahl mit den Kontaktpersonen.

Eine detaillierte Darstellung der Entscheidungen, die im Vorfeld zu treffen sind, finden Sie in den Besonderheiten bei der Pfarreiratswahl.