Die neue Satzung für Pfarrgemeineräte im Bistum Essen

Die wesentlichen Änderungen in der neuen Satzung:

Der Pfarrgemeinderat wird künftig in allen Pfarreien des Bistums direkt gewählt. Für die Wahl am 6. und 7. November entscheiden die amtierenden Pfarr- und Gemeinderats-Mitglieder, ob es in ihrer Pfarrei unterschiedliche Kandidatenlisten je Gemeinde oder eine einheitliche Kandidatenliste für die gesamte Pfarrei gibt.

·         Anstelle der bisherigen Gemeinderäte können sich in Gemeinden und Kirchorten, aber zum Beispiel auch in kirchlichen Einrichtungen oder für einzelne Gruppen (z.B. Jugend, Senioren …) „Teams in pastoralen Handlungsfeldern“ bilden, die in Abstimmung mit dem Pfarrgemeinderat künftig die pastorale Arbeit vor Ort gestalten. Auch zu bestimmten Themen (zum Beispiel Ökumene oder Musik) oder zu besonderen Anlässen wie dem Pfarrfest oder einer Wallfahrt können sich Pfarreimitglieder zu den neuen Teams zusammenfinden.

„Die große Vielfalt engagierter Menschen, der Gruppen und Einrichtungen ist der Kern unseres kirchlichen Lebens in den Pfarreien“, betont Michael Dörnemann, Leiter des Pastoraldezernats. „Diese Vielfalt stärken wir mit unserer neuen Pfarrgemeinderats-Satzung.“ Neben einer bistumsweit einheitlichen, demokratisch gestalteten Gremien-Struktur mit direkt gewählten Pfarrgemeinderäten gebe es durch die neuen Teams „eine große Flexibilität, die ein gutes Miteinander zwischen ehrenamtlich und hauptberuflich Engagierten ermöglicht, um den seelsorglichen Bedarfen vor Ort möglichst gut gerecht werden zu können.“ Zugleich stärke die neue Satzung sowohl den primär ehrenamtlich besetzten Pfarrgemeinderat als auch die Verantwortlichen in den neuen Teams vor Ort. „Wer sich engagiert, soll auch mitgestalten können“, so Dörnemann.

Ziel der neuen Pfarrgemeinderatssatzung sei zugleich eine veränderte Arbeitsweise von Haupt- und Ehrenamtlichen in den Pfarreien. „Wir brauchen mehr Miteinander, mehr Beteiligung und mehr Zusammenarbeit auf Augenhöhe”, sagt Dörnemann. Gerade die Aufgabenverteilung der hauptberuflichen Seelsorgerinnen und Seelsorger solle sich künftig “weniger an Gemeindegrenzen, sondern stärker an den individuellen Fähigkeiten, fachlichen Spezialisierungen und pastoralen Notwendigkeiten orientieren”, so der Pastoraldezernent.


Ansprechpartner

Anja Petrick

Bischöfliches Generalvikariat
Referentin für pastorale Verantwortungsgremien

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-499
anja.petrick(at)bistum-essen.de